Erneut Streit um Asbest in Schule

27. Januar 2017 | Von | Kategorie: Region

BILDUNG Leer: Rektorin streicht zwei Tage Unterricht /130 Kinder betroffen

Die Leiterin der Hoheellernschule wollte eine Unbedenklichkeitsbescheinigung von der Stadt. Die Verwaltung ist überzeugt, der Unterricht hätte stattfinden können.

27.1.17 – Asbest und kein Ende – in der Leeraner Hoheellernschule wurde für gestern und heute erneut Unterricht abgesagt. Schulleiterin Edith Bramlage begründete ihre Entscheidung auf Nachfrage damit, dass ihr „keine Unbedenklichkeitsbescheinigung“ für die Nutzung der Räume im Altbau vorliege.
Seit dem Sommer laufen an der Grundschule die Sanierungsarbeiten, immer wieder gab es Verzögerungen. Jetzt wurden bei Messungen im Treppenhaus des Altbaus erneut geringe Mengen Asbestfasern festgestellt. Laut Stadt ist in dem Gebäu-
de aber „alles gut“. „Aufgrund der vorliegenden Messergebnisse können alle Räume der Schule gefahrlos genutzt werden“, erklärt der Erste Stadtrat, Heinz Hauschild. Eine von der Schulleiterin geforderte Unbedenklichkeitsbescheinigung „ist offiziell nicht vorgesehen“.
Rektorin Edith Bramlage hat den Unterricht für rund 130 der 270 Grundschüler gestrichen. Sie spricht von „einer reinen Vorsichtsmaßnahme“. Das Gewerbeaufsichtsamt hatte zudem „eine Nachreinigung“ der betroffenen Bereiche in der Schule empfohlen. Das will die Stadt am Wochenende erledigen.
Die für heute geplante feierliche Ausgabe der Zeugnisse fällt für die betroffenen 130 Kinder an der Hoheel-lernschule aus. Sie können ihre Beurteilung entweder in der Mensa abholen oder nach den Ferien am Mittwoch erhalten. Dann soll der Unterricht wieder für alle stattfinden.

(Quelle: Ostfriesenzeitung, 27.1.17)

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