Saarland: 4.000 Unterschriften für mehr Geld für Grundschullehrkräfte

28. September 2016 | Von | Kategorie: Aktuell

4.000 Menschen haben die Onlinepetition der GEW Saarland mit der Forderung “A13 für alle Lehrkräfte an Grundschulen und GHS-Lehrkräfte an GemS!” unterzeichnet. Die Unterschriften wurden an Bildungsstaatssekretärin Andrea Becker übergeben.

26.9.16 – Die GEW Saarland fordert mit der Onlinepetition die Erhöhung von Besoldungsgruppe A 12 (Gehalt zwischen 3.150 und 4.300 Euro brutto) nach A 13 (Gehalt zwischen 3.700 und 4.800 Euro brutto) und damit eine Gleichstellung des Grundschullehreramtes mit anderen Lehrämtern. Zudem soll die Besoldungsgruppe A 13 auch für die Lehrkräfte an Gemeinschaftsschulen wirksam werden. Christine Salm-Gaab, Vorsitzende der Fachgruppe Grundschulen der GEW Saarland, betonte bei der Übergabe der Unterschriften: „Es kann nicht sein, dass die Lehrer nach dem Motto ,Je kleiner die Füße, desto niedriger das Gehalt’ bezahlt werden.“

Die saarländische Bildungsstaatssekretärin Andrea Becker (SPD) kündigte laut einem Bericht in der Saarbrücker Zeitung an, die Unterschriften an den Bildungsminister zu übergeben. Danach würden weitere Gespräche stattfinden. Zugleich räumte sie mit Blick auf die geforderte neue Besoldungsstufe jedoch ein: „Dies ist eine vorrangig auf Bundesebene zwischen den Tarifparteien zu klärende Frage.“

Die GEW Saarland beruft sich bei ihrer Forderung nach A13 auf ein Rechtsgutachten. In einer Analyse für die Bildungsgewerkschaft kommen die Europa-Rechtswissenschaftlerinnen Eva Kocher, Stefanie Porsche und Johanna Wenckebach sowohl hinsichtlich der Ausbildung als auch der Tätigkeit von Grundschullehrkräften zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Besoldung nach A12 um eine mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts handle. Grundschulen haben mit etwa 90 Prozent den höchsten Frauenanteil bei den Lehrkräften.

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Ein Kommentar
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  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    meine Tochter studiert Lehramt für Gymnasium (Sport und Mathematik) an der Universität Saarbrücken. Von verschiedenen Bekannten studieren die “Kinder” Lehramt für Grundschule in Landau, auch der Freund meiner Tochter.
    Wenn ich sehe, was meine Tochter und ihre Mitstudenten leisten müssen in Gegensatz zu den Grundschulstudenten ist es allen Studenten, die für ein höheres Lehramt studieren Entschuldigung ” in den A…. getreten”, wenn die Besoldung zukünftig gleich gestellt werden soll.
    Dann frage ich mich, warum sollen Studenten sich so einen Stress machen und auch noch 2 Semester mehr studieren, wenn sie mit einem viel leichteren Studium das gleiche Gehalt verdienen können.
    Vor allem in den Fächern Mathematik, Chemie, Physik etc. liegen Welten zwischen den Studiengängen Grundschule/Gesamtschule zu Gymnasium. Ich kann doch eine Grundschule nicht mit einem Gymnasium vergleichen. Die Anforderungen sind doch ganz andere.
    Ich frage mich, was das für ein Gutachten ist, dass zu einem solchen Ergebnis kommt?!! Vor allem wer das erstellt hat?! Frauen!!! Und Entschuldigung, ich bin selbst Frau, Diskriminierung mit der A 12, na ja ……das hat doch nichts mit “Frau” sein zu tun, hier geht es um “Bildung und Wissen auf einem anderen Niveau” !!!

    Ich selbst habe Klausuren verglichen und war mehr oder weniger erstaunt, wie locker leicht das Lehramtstudium für Grundschule in Landau ist!!!
    Meiner Meinung nach geht das gar nicht, die A 12 ist ausreichend für Lehrer an einer Grundschule und ein sehr guter Verdienst, sowohl für Frauen und für Männer, dass scheinen aber viele zu vergessen. Dann braucht auch zukünftig ein Informatiker kein Studium mehr, es reicht doch dann eine “Ausbildung” wenn die Gehälter angeglichen werden sollen?! Warum dann so ein schweres Studium?! Warum dann verschiedene Schularten, dann verdienen am besten in jeder Sparte alle gleich 🙂

    Und bei dieser Gelegenheit möchte ich noch was zur Inklusion und Integration sagen:
    Man wundert sich auf einmal, dass die Schüler der Grundschule solch schlechte Ergebnisse erzielen!!!
    Fragen Sie doch am besten die Praktikanten die an einer Grundschule waren. Meine Tochter und ich selbst waren entsetzt, als sie mir die Aufgaben und Diktate der 4. Grundschulklasse vorlegte!!! Die können wirklich so gut wie nichts und sollen eine weiterführende Schule oder sogar ein Gymnasium besuchen??!! Ich habe den Vergleich zu dem was unsere Kinder in der 4. Klasse gelernt haben.
    Wie weltfremd sind unsere Politiker geworden, dass man denkt Inklusion und Integration würde so einfach gehen. Es geht in erster Linie zu Lasten der Kinder die lernen und gefördert werden könnten, aber auf der Strecke bleiben, weil die Inklusion und Integration alles/vieles blockiert. Die Grundschullehrer sind damit total überfordert.
    Es tut mir leid das sagen zu müssen, aber Behinderte gehören auf eine Sonderschule so wie das schon immer war; man tut diesen Kindern keinen gefallen, im Gegenteil, sie werden gehänselt von ihren Mitschülern und ihre Behinderung wird ihnen ganz deutlich Tag für Tag vor Augen geführt. Gerade diese Kinder benötigen eine ganz besondere Zuwendung und Hilfe, die ein Grundschullehrer nicht geben kann. Das haben mir schon mehrere Lehrer bestätigt, aber darauf nehmen unsere Politiker keine Rücksicht. Hauptsache mal was neues, genau wie das G8!! Und Kinder die die deutsche Sprache nicht beherrschen müssen diese erst lernen., bevor sie einfach in eine Klasse gesetzt werden.
    Hier sollte schnellstmöglich eine Änderung erfolgen, ansonsten sehe ich, und dieser Meinung bin ich nicht allein, was die Bildung der Kinder betrifft, schwarz.
    Sparen hin, sparen her, es holt uns alles ein …… siehe Polizei, Justiz etc. ich kann nur hoffen, dass unsere Politiker bald erwachen ……

    mit freundlichen Grüßen
    Roswitha David

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