Kultusministerin zeichnet Bildungseinrichtungen für Durchführung der Qualifizierungsinitiative „Integrative Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen“ aus

10. Dezember 2015 | Von | Kategorie: Inklusion

4.12.15 – Bereits 670 Erzieherinnen und Erzieher erfolgreich weitergebildetNiedersachsenweit haben sich bereits rund 670 Erzieherinnen und Erzieher im Rahmen der Qualifizierungsinitiative „Integrative Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen“ weitergebildet. Im Anschluss an die Qualifizierung, die 260 Stunden umfasst und mit einer Prüfung abgeschlossen wird, können sie als sozialpädagogische Fachkräfte mit heilpädagogischer Zusatzqualifikation für die inklusive Erziehung, Bildung und Betreuung in Tageseinrichtungen für Kinder eingesetzt werden. Anlässlich der (heutigen) Fachtagung „Gemeinsam aufwachsen“ hat die niedersächsische Kultusministerin den teilnehmenden Bildungsträgern Urkunden für die Durchführung der Qualifizierungsinitiative überreicht und deren Unterstützung gewürdigt: „Die Umsetzung einer so großen und kurzfristig aus der Taufe gehobenen landespolitischen Bildungsinitiative hat einige Herausforderungen mit sich gebracht. Ohne Ihre Bereitschaft, sich diesem Zeitdruck zu stellen und in kürzester Zeit Angebote zu platzieren, ohne die Bereitschaft der Dozentinnen und Dozenten, eine Fülle von Kursen zu bedienen, und ohne die Bereitschaft des Prüfungsausschusses weit über 600 Prüfungen im engen Zeittakt abzunehmen, hätten wir dieses Vorhaben in dieser Dimension nicht umsetzen können.“
Seit März 2014 fördert das Niedersächsische Kultusministerium in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft und Kultur über die Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (AEWB) die Weiterbildung von fast 900 Fachkräften für „Integrative Erziehung und Bildung in Kindertageseinrichtungen“ mit 1,7 Millionen Euro. Insgesamt 38 Erwachsenenbildungsträger bieten landesweit Kurse an. Für eine Erweiterung der Qualifizierungsinitiative um 100 sozialpädagogische Fachkräfte hatte das Kultusministerium Mitte dieses Jahres weitere rund 200.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Ini-tiative soll Ende 2016 umgesetzt sein. Damit werde die gemeinsame Bildung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung in den Kindertageseinrichtungen noch weiter verbessert, so Ministerin Heiligenstadt: „Mein ganz besonderer Dank gilt den Absolventinnen und Absolventen der heilpädagogischen Qualifizierung, die sich mit viel Eigenengagement und Zeit neben ihrer beruflichen Tätigkeit den Anforderungen einer sehr anspruchsvollen Weiterbildungsmaßnahme gestellt und diese auch erfolgreich gemeistert haben. Sie können nun ihre Kompetenzen für die inklusive Bildung, Erziehung und Betreuung in die Praxis der Kindertageseinrichtungen einbringen. Ihr Wirken wird zu neuen Impulsen für die qualitative Weiterentwicklung von inklusiver Bildung in Kindertageseinrichtungen führen.“

Die Anzahl der integrativen Gruppen steigt kontinuierlich an: In Niedersachsen wurden im Kindergartenjahr 2014/2015 insgesamt über 5.000 Kinder im Alter von 0- 6 Jahren mit einer Behinderung in rund 1.500 integrativen Gruppen betreut. Für das Land stelle die Quali-fizierungsinitiative einen wichtigen Baustein zur Fachkräftesicherung und zur Umsetzung von inklusiver Bildung im Elementarbereich niedersächsischer Tageseinrichtungen für Kinder dar, sagte Heiligenstadt. „Inklusive Bildung betrifft nicht nur die Erziehung und Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung. Sie umfasst Achtung und Respekt vor allen Menschen, egal welchen Alters und Geschlechts, egal welcher Hautfarbe, Herkunft, ethnischer Zugehörigkeit oder Religion. Auch in unseren Krippen und Kindergärten sollen alle Kinder gemeinsam aufwachsen können.“

Quelle: http://www.mk.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=1820&article_id=139207&_psmand=8)

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