GEW begrüßt die Wiederbesetzung aller Stellen

4. Juni 2013 | Von | Kategorie: Aktuell

4.6.2013 – Im kommenden Schuljahr werden alle durch Pensionierung frei werdenden Stellen in den Schulen wieder besetzt – so wie es in dem vom Landtag beschlossenen Stellenplan vorgesehen ist. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft begrüßt, dass Kultusministerin Heiligenstadt in dieser Sache den Kurs ihres Amtsvorgängers Althusmann fortsetzt.

Erst nach massiven Protesten hatte die Regierung Wulff ihre Absicht aufgegeben, 2.000 Stellen zu streichen. „Nun muss es auch in dieser Legislaturperiode dabei bleiben, dass alle Stellen im System bleiben, damit die sinkenden Schülerzahlen zur Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen genutzt werden können“, fordert der GEW-Landesvorsitzende Eberhard Brandt mit Blick auf die Haushaltsberatungen der rot-grünen Landesregierung.

In den Jahren 2014 und 2015 müssten darüber hinaus zusätzliche Stellen geschaffen werden. Die Einführung der Inklusion muss mit einem vernünftigen Personalkonzept unterlegt werden. Ohne zusätzliche Stellen wird es nach Auffassung der GEW sehr schwer, die Altlasten der Ganztagsprobleme zu lösen und den gebundenen Ganztag schrittweise einzuführen, insbesondere zum 1. 8. 2014 an allen Gesamtschulen. „Die GEW tritt außerdem für eine Anschubfinanzierung ein, mit der die Landesregierung die Kommunalen Schulträger bei der Schulenwicklungsplanung und der Optimierung des Schulangebots unterstützt, die den gewachsenen Bildungsansprüchen der Eltern und den sinkenden Schülerzahlen gerecht wird“, erklärt Eberhard Brandt. „Mit Anschubfinanzierung kann die Regierung in späteren Jahren Geld sparen, ohne Anschub wird es später teurer.“

Mit scharfen Worten kritisiert der GEW-Landesvorsitzende den Versuch des schulpolitischen Sprechers der FDP-Fraktion, Försterling, aus den Einstellungszahlen des kommenden Schuljahres eine Benachteiligung der Gymnasien beim Pensionsersatz zu konstruieren. „Es ist frech und dummdreist, dass Försterling in seiner Rechnung unterschlägt, dass 45 Gesamtschulen mit jeweils fünf Parallelklassen aufgebaut werden. Dafür werden mindestens 300 Stellen pro Jahr benötigt, die an anderen Schulformen frei werden.“ Um jeden Preis wolle sich Försterling offenbar zum heldenhaften Retter der angeblich bedrohten Gymnasien aufschwingen.

(Quelle: http://gew-niedersachsen.de/)

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