NDR Niedersachsen: 500 Lehrer vor der Arbeitslosigkeit

14. Mai 2013 | Von | Kategorie: Aktuell

13.5.13 – Lehrer verdienen gutes Geld und haben viel Urlaub. Diese Meinung ist in der Öffentlichkeit weit verbreitet. Zudem gilt der Beruf als krisensicher, denn der Staat gilt als guter Arbeitgeber. Allerdings nicht für alle Pädagogen: Vor den Sommerferien droht in Niedersachsen rund 500 angestellten Lehrern die Arbeitslosigkeit. Betroffen sind Vertretungslehrer mit befristeten Verträgen – sogenannte Feuerwehr-Lehrkräfte.

Lehrer leben im Sommer von Hartz IV

Die Springer helfen aus, wenn das reguläre Schulpersonal länger krank wird. Das Land Niedersachsen beschäftigt diese Aushilfskräfte häufig von Saison zu Saison – und da sie in den Sommerferien nicht gebraucht werden, werden die sechs Wochen bei den Verträgen ausgespart. Die Folge: Die Vertretungs-Lehrer melden sich arbeitslos, leben den Sommer über von Arbeitslosengeld oder vereinzelt sogar von Hartz IV. Eberhard Brandt, Landeschef der Lehrergewerkschaft GEW sagte: „Wir haben das zwar eingedämmt, aber es bleibt ein Problem – wir wollen, dass Lehrer grundsätzlich über die Ferien hinaus beschäftigt werden.“

Kultusministerium: Land kann nicht auf Vertretungs-Lehrer verzichten

Wenn in den Schulen zur Ferienzeit kein Unterricht stattfindet, dann brauche man auch keine Vertretung, hieß es am Montag aus dem Kultusministerium. Im Vergleich zu den Vorjahren sei die Zahl der angestellten Vertretungs-Lehrer rückläufig, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD). Das Land werde aber nicht vollständig auf sie verzichten können. Auch aus Sicht der Arbeitsagentur hat sich die Situation in Niedersachsen tatsächlich verbessert. Sprecher Michael Köster sagte, man führe seit Jahren Gespräche mit der jeweiligen Landesregierung. Es dürfe nicht sein, dass sich das Land auf Kosten der Bundesagentur für Arbeit entlaste.

(Quelle: http://www.ndr.de/regional/niedersachsen/lehrer279.html)

Bremen: Das gleiche Bild

Bremen Vertretungslehrer nach Schuljahrschluss arbeitslos

Von Matthias Lüdecke

Bremen. Während des Schuljahrs im Unterricht, in den Sommerferien arbeitslos – das gilt nach Angaben des Personalrats Schulen auch für einige Bremer Lehrkräfte. Betroffen seien jedoch keine von der Stadt beschäftigten Lehrer, die den regulären Unterricht an den Schulen abhielten, sondern Pädagogen aus der Vertretungsreserve, die etwa von der Stadtteilschule als externem Träger beschäftigt würden, erklärte Personalrat Arno Armgort auf Nachfrage. Exakte Zahlen hat der Personalrat nicht, Armgort geht jedoch von etwa 80 bis 100 Pädagogen aus.

(Quelle: http://www.weser-kurier.de/bremen/vermischtes2_artikel,-Vertretungslehrer-nach-Schuljahrschluss-arbeitslos-_arid,570024.html)

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