GRÜNE: „Wenn nun ausgerechnet Christdemokraten den freien Elternwillen beschwören, hat das schon fast komische Züge.“

13. April 2013 | Von | Kategorie: Inklusion

 

Inklusion ist Pflicht

Grüne zum Thema Förderschule

12.4.13 – WITTMUND/AH – Bündnis 90/ Die Grünen (Kreisverband Wittmund) nehmen Stellung zum Artikel der Kreis-CDA für den Erhalt der Förderschulen.

„Die abgewählte Landesregierung musste zum Glück die Inklusion einführen, weil es eine UN-Menschenrechtskonvention ist. Aber Schwarz-Gelb hat die Inklusion eingeführt, ohne für die Ausbildung von genügend Förderpädagogen zu sorgen, geschweige denn, die Schulen mit ausreichend Personal zu bestücken“, so die Grünen. Dieses Dilemma müsse die neue rot-grüne Landesregierung nun lösen. Klar sei, dass auf Dauer eine Doppelstruktur, also Regelschulen mit Inklusion und Förderschulen (also Exklusion), weder sinnvoll, noch der WeltgesundheitsorganisationKonvention entsprechend, noch bezahlbar sei. Daher sei der Weg der Landesregierung, schrittweise unter Einbeziehung der Beteiligten, die Förderschulen in Förderzentren umzuwandeln, die die Regelschulen bei der Inklusion unterstützen, ein vernünftiger Weg, heißt es weiter. „Wenn nun ausgerechnet Christdemokraten den freien Elternwillen beschwören, hat das schon fast komische Züge. Denn in dem Gesetz der alten Landesregierung wurde gegen die Stimmen der Grünen der Paragraf 61 eingefügt, der es ermöglicht, Kinder gegen den Willen der Eltern an eine Förderschule zu verweisen. Dieser Paragraf wird laut rot-grünem Koalitionsvertrag nun überprüft werden“, heißt es in der Pressemitteilung.

(Quelle: Anzeiger für Harlingerland, 12.4.2013)

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