GEW: Bildungsstrategien gemeinsam entwickeln

26. September 2012 | Von | Kategorie: Schule

21.9.2012 – Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt, dass die Länder heute den Bund aufgefordert haben, über Möglichkeiten zu verhandeln, im Bildungswesen stärker miteinander zu kooperieren.

„Das Kooperationsverbot war ein Fehler. Wir brauchen einen verfassungsrechtlichen Rahmen für die Bildungspolitik, der die Zusammenarbeit von Bund, Ländern und Kommunen ermöglicht. 7,5 Millionen funktionale Analphabeten und 1,5 Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss sind nationale Probleme, die nur gemeinsam gelöst werden können“, sagte GEW-Vorsitzender Ulrich Thöne am Freitag in Frankfurt a.M. Der Gesetzentwurf der Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) greife zu kurz.

„Es geht um mehr als exzellente Einrichtungen an Hochschulen. Es geht um die Zukunft der Bildung.“ Thöne ermunterte die Bildungsministerin, das Gesprächsangebot der Länder aufzugreifen: „Das ist ein deutliches Signal. Der Bund kann das Gesprächsangebot annehmen und muss nicht fürchten, dafür aus Gründen des Machtgefüges von Bund und Ländern kritisiert zu werden.“ Eine wichtige Aufgabe der Ministerin bleibe, die unionsregierten Länder von der Notwendigkeit zur Kooperation zu überzeugen. „Es wäre ein Glanzpunkt in der Karriere von Frau Schavan, wenn sie dazu beiträgt, einen grundlegenden Fehler im Bildungssystem zu korrigieren“, unterstrich der GEW-Vorsitzende.

(Quelle: http://www.gew.de/GEW_Bildungsstrategien_gemeinsam_entwickeln.html)

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